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Familie Marienkäfer (Coccinellidae) Ladybird beetles
(Coccinella septempunctata)
Seven-spotted ladybird beetle
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*Angaben ohne Gewähr

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Unterschleißheim / Bayern, 23. Mai 2002
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Ihn kennt wirklich ein jedes Kind. In unseren Breitengraden dürfte der Siebenpunkt-Marienkäfer wohl das bekannteste und beliebteste Insekt sein. Unter anderem deshalb wurde der als Glücksbringer angesehene, farbenfrohe Käfer zum Insekt des Jahres 2006 gewählt.
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Unterschleißheim / Bayern, 23. Mai 2002
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Angereichert mit Giftstoffen ist er als Beute für diese Spinne völlig uninteressant, und so hat unser Marienkäfer in ihrer Nähe nichts zu befürchten. Seine rote Signalfarbe signalisiert weithin seinen potentiellen Feinden: "Lasst mich in Ruhe, ich bin ungenießbar!"
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Freising / Bayern, 16. Juli 2005
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Allein ein noch unerfahrener junger Vogel mag einen Siebenpunkt-Marienkäfer für einen Appetithappen halten, doch der widerlich bittere Geschmack des kleinen Käfers wird ihn diesen Fehler sicherlich kein zweites Mal begehen lassen. Unserem kleinen Freund hat seine Ungenießbarkeit vorerst das Leben gerettet, auch wenn er nach der Attacke ziemlich lädiert ist.
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Unterschleißheim / Bayern, 16. August 2002
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Fliegt er nun, oder fliegt er nicht? Marienkäfer scheinen nicht gerade
die entscheidungsfreudigsten Wesen unter der Sonne zu sein.
Manchmal bedarf es mehrerer Anläufe, bis sie sich in die Luft erheben.
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Unterschleißheim / Bayern, 21. Juli 2002
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Keine Bedenkzeit dagegen braucht es, wenn er auf solch eine
leckere Lauskolonie trifft.
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Unterschleißheim / Bayern, 25. Mai 2002
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Lange habe ich gerätselt, was das für eine seltsame, läusefressende Kreatur ist. Bis ich mein erstes Insektenbuch gekauft habe und lernte, dass dies die Larve des sympathischen Marienkäfers ist ...
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Unterschleißheim / Bayern, 23. Mai 2002
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... und wo sie naht, ist es mit dem fidelen Leben der Blattläuse vorbei.
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Freising / Bayern, 16. Juli 2005
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Aus dem Ei schlüpfte einst diese Larve, und es war ihre Aufgabe so viel wie möglich zu fressen und zu wachsen. Jetzt ist ihre Zeit gekommen, und sie fixiert sich an einem geeigneten Ort, um die Verwandlung zur Puppe zu vollziehen (vollständige Metamorphose). Hier kann man die aufgeplatzte Larvenhaut erkennen, unter der bereits die Puppe zum Vorschein kommt.
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Freising / Bayern, 16. Juli 2005
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Dies ist die Puppe des Siebenpunkt-Marienkäfers. Zur Abschreckung gegen Feinde wippt die Puppe sehr heftig, wenn man ihr zu nahe kommt. Im Inneren dagegen vollzieht sich unsichtbar nun die letzte und wundersamste Wandlung.
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Freising / Bayern, 16. Juli 2005
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Diese Marienkäferpuppe befindet sich bereits in der letzten Phase und ...
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Freising / Bayern, 16. Juli 2005
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... kurz darauf wird der erwachsene Marienkäfer schlüpfen. Noch ist er erschöpft, eher gelb als rot, und seine Punkte sind kaum zu erkennen. Er trocknet seine Flügel ...
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Freising / Bayern, 16. Juli 2005
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... und labt sich an seiner Puppenhaut, ...
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Freising / Bayern, 16. Juli 2005
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... welche die erste stärkende eiweißreiche Nahrung für ihn darstellt.
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Freising / Bayern, 16. Juli 2005
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Hier drei der vier Entwicklungsstufen vereint.
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Freising / Bayern, 16. Juli 2005
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Auch dieser Siebenpunkt-Marienkäfer ruht sich noch von der anstrengenden Prozedur des Schlüpfens aus. Unter den Flügeldecken hat sich Kondenswasser gebildet. Seine Punkte sind aber bereits voll ausgebildet, und er ist bereit, den Kreislauf der Metamorphose von neuem in Gang zu setzen.
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Freising / Bayern, 21. März 2006
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Freising / Bayern, 27. August 2005
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- 5-8 mm groß
- in ganz Europa
- fast überall, häufig an Pflanzen mit Blattläusen, sogar in Blumentöpfen und auf Dachböden, wo sie überwintern
- außerordentlich häufig, manchmal in großen Massen auftretend
- 2 Generationen pro Jahr
Wie ist das nun mit den Punkten bei dem Marienkäfer?
Nein, sie zeigen nicht, wie weithin angenommen, das Alter des Käfers an. Vielmehr gibt es in Mitteleuropa an die 100 verschiedenen Arten, die sich duch Färbung und eben auch durch die Anzahl und Form der Punkte unterscheiden. Der Name "Marienkäfer" ist eine Familienbezeichnung, und die einzelnen Arten werden zumeist nach der Anzahl der Punkte bezeichnet. Der populärste unter ihnen ist der Siebenpunkt.
Marienkäfer lassen sich bei Gefahr fallen und stellen sich tot.
Außerdem geben sie eine gelbliche Flüssigkeit ab, die manche Feinde,
wie z. B. Ameisen, recht erfolgreich abwehrt. (Dieses Gift nennt man "Coccinellin".)
Da sie sich ausschließlich von Blattläusen ernähren, treten sie in Konkurrenz zu den Ameisen, die diese Läuse melken. Der zuckerhaltige Saft, genannt "Honigtau", den die Läuse dabei ausscheiden, ist die Lieblingsspeise der Ameisen.
Im Frühjahr legen die Weibchen bis zu 400 Eier in der Nähe von Blattlauskolonien ab. Nach einer Woche schlüpfen die Larven, die auch ausgeprägte Blattlausvertilger sind, sich aber schon auch einmal über die verbliebenen Marienkäfereier hermachen.
Die Larven durchlaufen vier Entwicklungsstadien (Häutungen), bis sie sich verpuppen.
Die Puppe heftet sich mit einem Sekret am Untergrund fest. Bei Gefahr macht sie eine heftige schnellende Bewegung, die Feinde abschrecken soll.
Die Gesamtentwicklung des Marienkäfers dauert 30-60 Tage.
Da Marienkäfer im Laufe ihres Lebenszyklus Unmengen an Läusen vertilgen, werden sie für die biologische Schädlingsbekämpfung eingesetzt. Auch gilt er im Volksmund als Glücksbringer, unter anderem wegen der Anzahl seiner Punkte. Der Zahl Sieben war schon immer eine besondere Bedeutung zugeschrieben worden.
Insekten - Käfer - Siebenpunkt-Marienkäfer - Coccinella septempunctata
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