Freising ist ein hübsches kleines Studentenstädtchen mit einer langen Geschichte.
Weltweit bekannt ist vor allem Weihenstephan, das hier ansäßig ist.
Ursprünglich mal ein Kloster, ist Weihenstephan heute ein Forschungszentrum für landwirtschaftliche Produkte und auch bis heute noch eine Brauerei. Angeblich die älteste Brauerei der Welt. Das ehemalige Kloster, das heute Teile der Universität beherbergt thront auf einem Berg über der Stadt und begrüßt von weitem zusammen mit dem Jahre alten Dom jeden Besucher aber auch Heimkehrenden.

Foto copyright Angela Schwarz
Der Freisinger Dom vom Moos aus gesehen
Besonders erwähnenswert ist dabei der Kräutergarten und die Innenhöfe, die neben lehrreichem und erbaulichem fürs Auge auch Entspannung und einen herrlichen Ausblick bei gutem Wetter über die Ebene bis hin zu den Bergen gestattet.

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In einem Innenhof vom ehemaligen Kloster
Es war Sympathie auf den ersten Blick und Anfang 2004 habe ich meinen Standort in dieses schmucke kleine mittelalterliche Städtchen verlagert. Man könnte nicht sagen, dass hier gerade der Bär tanzt, aber mit seinen hübschen kleinen Gassen, die zum Teil durchaus einen südlandischen Touch haben, seinem belebten Zentrum und den vielen kleinen Strassencafes und Eisdielen, ist Freising auch nach über einem Jahr für mich hier in Bayern immer noch erste Wahl.

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Eine der kleinen südländisch anmutenden Gassen.

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Ein Teil des Zentrums und der Einkaufsmeile.
Freising liegt in etwa 15km von Erding, der Stadt mit dem stark beworbenen Weißbier, entfernt. Zwischen den beiden Städten erstreckt sich das Moos und mittendrin im Erdinger Moos liegt der Müncher Flughafen "Franz Josef Strauß". Eröffnet 1992, zeitgleich mit der Schließung des zu klein gewordenen Flughafens München Riem, ist der neue Münchner Flughafen mittlerweile der achtgrößte Flughafen Europas, was die Passagierstärke anbetrifft. 2004 wurden 26,8 Millionen Fluggäste gezählt (Quelle: ddp). Das heißt Starts und Landungen im Minutentakt.

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Blick über Freising und den Münchner Flughafen hinweg auf die Berge
Direkt vor unserem Haus beginnt verkehrsreich und laut (deshalb bin ich auch auf der Suche nach einer neuen Wohnung und würde mich über erschwingliche Angebote sehr freuen) die Deutsche Hopfenstraße, die durch die Hallertau gen Mainburg führt . Eine sehr schöne Strecke, meiner Ansicht nach, die immer wieder links und rechts von unzähligen Hopfenfeldern gesäumt wird. Hier in der Gegend ist das Bier zu Hause, und eine der wichtigsten Zutaten aus denen es gebraut wird. Im Gegensatz zu den sehr flach gelegenen Unter- oder Oberschleißheim, ist Freising auf Hügeln angelegt und wer die, hinter Freising beginnende Hallertau mit dem Rad erkunden möchte, braucht stramme Waderln.
Allein das Moos und die Landschaft Richtung München ist ebenfalls sehr flach.
Dieses Erscheinungsbild ist typisch für eine ehemalige Gletscherlandschaft.
Die gewaltigen Gletscher, die während der Eiszeit das Land überzogen, haben alles plattgewalzt und bei ihrem Rückzug diese Landschaft mit den langgezogenen Ebenen und den aus den mitgeschobenen Geröll entstandenen Moränenhügeln oder -bergen hinterlassen.
Was sie nicht plattgemacht haben, wurde sanft abgerundet.

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Der Moorwald ist von zahlreichen Bächen und Flüssen durchzogen.
Es gäbe noch viel über Freising zu erzählen, aber schließlich ist dies eine Insekten -Homepage und zu den Insekten möchte ich nun auch kommen. Wer mehr über Freising erfahren möchte kann dies auf der offiziellen Homepage der Stadt tun.
Durch Freising fließt die Isar und das Moos um Freising ist von zahlreichen Kanälen, Bächen, Baggerseen und Tümpeln durchzogen. Hier befinden sich viele Naturschutzgebiete und auch ein paar meiner neuen Insektenreviere.
Entlang der Isar kann man von Freising durch die Isarauen Richtung Süden bis München, nach Norden bis nach Moosburg und weiter radeln.
Das Naturschutzgebiet um die Isar Richtung Moosburg gehört zu dem Projekt Isar 2020. Ein sehr löbliches und vorbildliches Projekt, in dem die Isar in diesem Abschnitt von ihrem Korsett befreit werden und die Isarauen als Überflutungsflächen zurückerhalten soll. Dies dient unter anderem zur natürlichen Hochwasserprävention.

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Hier hat das Wasser genügend Platz, um sich zu verteilen und Pflanzen und Tiere und eben auch Insekten finden ebenfalls einen idealen Lebensraum. Hier habe ich ein paar, in Bayern sonst mittlerweile seltene Insekten, wie die Schlangenköpfige Kamelhalsfliege (wird demnächst in der Galerie zu finden sein) und die Alpenschaumzikade angetroffen.
Romantische Stellen findet man links und rechts der Isar überall.

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Die Isarauen sind ein wunderschönes Naherholungsgebiet, das gerne von Alt und Jung für Radtouren, Kanufahrten, oder Spaziergänge genutzt wird und es ist eines meiner Insekten-"Jagdgebiete".
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