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Meine Insektenreviere

Der Münchner Norden und das Moos
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Es heißt, dass der Süden von München ungleich schöner als der Norden sein soll, doch auch die Moorlandschaft (in Bayern "Moos" genannt) hier im Norden hat einiges an Schönheit und einen großen Insekten-Reichtum zu bieten.
Auf dieser Seite möchte ich meine Insekten-Reviere vorstellen, in die ich vor rund fünf Jahren (aus Berlin kommend) mit meiner Kamera eingebrochen bin und in denen fast alle Insektenfotos auf dieser Hompage entstanden sind.
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1. Unterschleißheim
Unterschleißheim hat es mit einer Zahl von rund 26 000 Einwohnern im Jahr 2000 geschafft, den Status einer Stadt zu erlangen. Doch wären da nicht namhafte Firmen wie Microsoft und Adobe und viele andere mehr oder weniger bekannte Firmen, die hier im Münchner Speckgürtel ansässig sind, kaum einer würde diese etwas unscheinbare Kleinstadt kennen. Klassische Einfamilien- und Reihenhäuser sowie einige Betonbauten prägen das Stadtbild.

Die Hauptstraße von Unterschleißheim

Das Zentrum.
Nichtsdestotrotz avancierte Unterschleißheim in den letzten Jahrzehnten zu einem begehrten Wohnort, was sich noch immer in den horrenden Mieten und dem ungehemmten Drang, Natur neuen Wohnbaugebieten und sonstigen Bauprojekten zu opfern, wiederspiegelt.
Das klingt erst einmal alles nicht so toll. Doch Unterschleißheim hat dennoch etwas zu bieten. Zum einen ist es die Ruhe einer Kleinstadt und diese scheinen vor allem junge Familien oder ältere Leute zu suchen. Zum anderen ist es der, trotz der Nähe zur Großstadt München vorhandene, unmittelbare Kontakt zur Natur.
Direkt in unserem ehemaligen Wohngebiet befindet sich ein kleiner Weiher, wo sich während meiner Zeit, jedes Jahr ein Schwanenpaar einfand, um sich dort der Aufzucht seiner Nachkommenschaft zu widmen. Die Schwäne übernahmen alljährlich unser Viertel und selbst vor der entferntesten Haustür waren ihre Spuren zu finden.

Rast zur Köperpflege auf der Straße.

Soziale Aktivitäten.

Der Weiher.
Fünf Minuten vom Weiher entfernt findet sich ein Naherholungsgebiet mit einem netten kleinen See. Im Sommer sind es Karawanen, die mit Kind und Kegel dort Erfrischung und Erholung suchen. Im Winter sind es eher Hunde, die ihre Menschen an dem Gewässer spazieren führen.
Entstanden ist der See, wie die meisten hier in der Gegend, so hat mir ein Einheimischer berichtet, durch Aushubarbeiten für die Autobahn. Es wurde Baumaterial benötigt und das entstehende Loch füllte sich mit Grundwasser.
Typisch für diese recht häufigen Baggerseen im Norden von München ist die unglaublich leuchtend türkise Färbung an sonnigen Tagen.

Sommerliches Treiben im See.

Und im Herbst und Winter dann dürfen sich auch die Hunde austoben.
Die Landschaft rund um Unterschleißheim ist vorwiegend in etwa so flach wie ein Pfannkuchen. Ideal zum Radfahren. In der Ferne aber konnten wir von unserem Balkon aus, bei entsprechendem Wetter die Berge sehen.

Blick Richtung Münchner Fernsehturm und Berge.
Eingerahmt wird die Kleinstadt von Feldern, Wiesen, Wald und Autobahn und am Rande der Wege durch die Felder hinter dem See habe ich zahlreich meine kleinen Insekten-Freunde angetroffen.

Durch die Felder Richtung Haimhausen.

Und wo es Moor gibt, da ist auch der Nebel nicht fern.
Zu meiner Insektentour gehörte in erster Linie ein kleiner Weg entlang des Autobahndamms. Unbeachtet und auch fast ungestört fanden sich dort und in den angrenzenden verstrüppten Wiesen auch Insekten, die sonst nicht mehr ganz so häufig anzutreffen sind.
Leider (für mich) wurde diese Strecke vor etwa eineinhalb Jahren durch einen Zaun abgesperrt. In etwa zu diesem Zeitpunkt bin ich aber nach Freising umgezogen.
Die Zeit in Unterschleißheim war vielleicht nicht die aufregendste und abwechslungsreichste meines Lebens, aber ich habe hier den Eingang zu einer neuen faszinierenden Welt, der Welt der Insekten und Spinnen gefunden.
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