Insektengalerie: Hautflügler
 

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Familie Sand- und Erdbienen (Andrenidae) Mining and Spring bees



Weidensandbiene


(Andrena vaga)
kein engl. Name

*Angaben ohne Gewähr



 Gelbfüßige Sandbiene - Andrena flavipes
Freising, Lehmhügel am Waldrand/ Bayern, 23. April 2005

Ein pelziges Bienchen, das lehmhaltigen oder sandigen Boden zum Bau für ihre Neströhren bevorzugt. Auf dem Areal, am Waldesrand, war sie in großer Zahl anzutreffen. Ich mußte sehr aufpassen, wohin ich trete, denn überall im Boden waren Niströhren und Bienen, sowie deren Kuckucksbienen anzutreffen.




 Gelbfüßige Sandbiene - Andrena flavipes
Zielsicher beginnt Andrena vaga irgendwo am Hang zu graben.

Sie gräbt...

....und gräbt

 Gelbfüßige Sandbiene - Andrena flavipes
... und eh man sich versieht

....ist sie auch schon verschwunden.

Doch sie ist nicht die Einzige, die flink im Graben ist.
Ihre Aktivitäten sind beobachtet worden und wenn sie den Bau verläßt, ist Nomada lathburiana flugs zur Stelle und gräbt, und gräbt.....

Freising, Lehmhügel am Waldrand/ Bayern, 23. April 2005




 Gelbfüßige Sandbiene - Andrena flavipes
Freising, Lehmhügel am Waldrand/ Bayern, 23. April 2005

Nur wer genau hinsieht, kann die Eingange zu den unzähligen Nestern unter der Erde erkennen und dabei sind viele verschlossen und erst gar nicht erkennbar. ...



 Gelbfüßige Sandbiene - Andrena flavipes
Freising, Lehmhügel am Waldrand/ Bayern, 23. April 2005

... bis sich plötzlich ein Bienchen irgendwo aus dem Boden hervorgräbt.



 Gelbfüßige Sandbiene - Andrena flavipes

Freising, Lehmhügel am Waldrand/ Bayern, 23. April 2005

Das Männchen von Andrena vaga ....



 Gelbfüßige Sandbiene - Andrena flavipes
Freising, Lehmhügel am Waldrand/ Bayern, 23. April 2005

.. vorne sehr flauschig, am Abdomen (Hinterleib) dagegen recht spärlich behaart.




  • 11-15mm groß
  • Süd- und Mitteleuropa, ganz Deutschland in niedrigen Lagen
  • Flußauen, Dämme, Sand-, Kies- und Lehmgruben
  • Selbstgegrabene Erdhöhlen, unterschiedlich große Aggregationen*
  • Eine Generationen pro Jahr
    Weibchen: Mitte März - Ende Mai
    Männchen: Ende Februar - Ende April

Die Weidensandbiene ist vor allem in Gebieten mit lehmhaltigen oder sandigen Böden und in der Nähe von Weiden anzutreffen, deren Blüten ihre Hauptnahrungsquelle darstellen. Andrena vaga ist schon früh im Jahr unterwegs.
In den Aggregationen werden die Nester sehr dicht gebaut, dabei können es auch schon einmal 50 Nester auf einem Quadratmeter sein.
Die angelegten Neströhren führt bis zu einem halben Meter senkrecht in den Boden. Am Ende werden die Brutzellen seitlich angelegt. In diese werden Klumpen aus
Weidenpollen und -nektar eingebracht und ein Ei drauf gelegt.
Ein Folger und Schmarotzer von Andrena vaga ist die Wespenbiene
Nomada lathburiana. Diese Kuckucksbiene nutzt Andrena vaga als Wirtin, indem sie ihre Eier in den Nester der Weidensandbiene deponiert und ihre Brut von der ahnungslosen Amme aufziehen läßt.


*Aggregationen sind so etwas wie Kolonien, wo viele Tiere auf Grund günstiger Bedingungen dasselbe Areal zum Leben und Nisten nutzen, ohne aber eine Gemeinschaft zu bilden.


Insekten - Hautflügler - Weidensandbiene - Andrena vaga