Wie der Bienenwolf Philanthus triangulum, macht Cerceris rybyensis Jagd auf kleinere Bienenarten. Beide lauern sie auf Blüten oder Blättern und beobachten ihr Opfer. Läßt sich eine ahnungslose Biene auf die Blüte nieder, wird sie überfallen, ergriffen und mit einem Stich gelähmt und abtransportiert.
Im Aussehen unterscheiden sich diese beiden jedoch deutlich in der Körper- und Gesichts-(Fazial-) zeichnung voneinander.
Cerceris rybyensis fängt in erster Linie Sand-, Furchen- und Zottelbienen. Oft ist ihre Beute größer als sie selbst. Beim Nektarsammeln umfliegt sie wiederholt die auserkorene Pflanze (hauptsächlich Disteln und Goldruten), um nach Bienen Ausschau zu halten. Trifft sie keine an, sammelt sie weiter Pollen, andernfalls geht sie in Beobachtungsposition. Sollte das Opfer an der Seite der Jägerin vorbeifliegen, springt sie kurz auf, um sich an derselben Stelle in Beobachtungsrichtung und in einer besseren Jagdposition wieder niederzulassen. Ihre Beute trägt sie in ihr Nest ein, ein Nest, das sie in offenem sandig bis lehmigen Boden angelegt hat.
Doch auch sie kann das Opfer einer anderen Wespenart werden, die Goldwespe Hedychrum nobile nutzt Cerceris rybyensis häufig als Wirt für ihre Nachkommenschaft.
Insekten - Hautflügler - Bienenjagende Knotenwespe - Cerceris rybyensis